Die Kollektion steht für die
Akzeptanz und Integration
der Menschen mit Albinismus
in die Zivilgesellschaft Tanzanias.





Hintergrundinformationen zum Projekt:

Menschen mit Albinismus werden in Tanzania bedroht, vergewaltigt und ermordet. Besonders gefährdet sind Kinder, die der täglichen Gefahr zu Hause und auf dem Schulweg ausgesetzt sind und sich nicht wehren können.

Dieser Problematik liegt ein noch weit verbreiteter Aberglaube zu Grunde:
Den Knochen und Körperteilen von Albinos bzw. dem Beischlaf mit Albinos wird eine heilende Kraft zugesprochen. Besonders in ländlichen Gegenden ist die Aufklärung mangelhaft.



Das Tanzania Albino Center

Das Tanzania Albino Center ist ein Gebäude in Tanzania/Arusha welches verfolgten und diskriminierten Kindern und Jugendlichen mit Albinismus ein sicheres Zuhause bietet und zugleich Schul- und Bildungszentrum ist.

Zum Schutz der Kinder hat Pastorin G. Rugumamu, das Albinocenter in Tanzania gegründet.


Zahlen und Fakten

Hauptstadt: nominell: Dodoma; faktischer Regierungssitz: Daressalam
Einwohner: 44,9 Mio.
Landessprachen: Amtssprache: Kisuaheli; Verkehrssprache: Englisch
Regierungsform: Präsidialsystem
Pro-Kopf-Einkommen: ca. 1.600 USD
Lebenserwartung: 58,9 Jahre
Menschen unterhalb der Armutsgrenze ( < 2 US- $/Tag ): 87,9%
Alphabetisierungsrate: 67,81 %


Hier waren wir

Was ist Albinismus?

Albinismus ist eine genetische Störung, bei der Betroffene nicht in der Lage sind Melanin zu produzieren. Dieses Pigment ist verantwortlich für die Hautfarbe und ihr Fehlen hat Sonnenbrände und Hautkrebs als Folge. In einigen Fällen wird das Immunsystem beeinträchtigt, wodurch Menschen mit Albinismus anfälliger für Infektionen werden. In Afrika sind diese Menschen mit Diskriminierung konfrontiert und in manchen Regionen fallen sie traditionellen Ritualen zum Opfer.


Unsere Projektarbeit:

Durch eine Internetrecherche bin ich auf die besondere Problematik der Menschen mit Albinismus in Afrika und dadurch auf das Albino Center aufmerksam geworden.

Während meines dreiwöchigen Aufenthaltes im Tanzania Albino Center entstand die erste Kollektion von Tellavision. In einer ersten Versammlung mit den Albinokindern und deren Eltern ging es darum, unser Vorhaben zu erläutern und den Menschen zuzuhören. Die Idee stieß auf große Resonanz und Dankbarkeit.

Um den Kindern mit Albinismus, die extra aus den umliegenden Dörfern ins noch nicht fertige Center gebracht wurden, zu vermitteln, dass sie in ihren Bedürfnissen und Perspektiven ernst genommen werden, konnten sie mit Blättern und Stiften ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die dabei entstandenen spontanen Motive sprachen für sich, sodass im Vordergrund dieser Kollektion klare Botschaften, sowie positive Natur- und Kulturthemen Tanzanias und weniger die Probleme eines Albinos stehen.

Bereits vor der Reise wurden Gelder durch Spenden und T-Shirt Vorbestellungen eingenommen.


Erfolge

Zusammen mit G. Rugumamu wurden die Investitionsziele für die erhaltenen Spendengelder festgelegt. Oberste Priorität hatte die zeitnahe Fertigstellung des Wohngebäudes. Ein großer Teil floss in die Erweiterung des Albino Centers um einen Bad- und Toilettenbereich (Fliesen, Mörtel, Zement, Handwerker etc.). Um die hygienischen Verhältnisse bei der täglichen Nahrungszubereitung zu verbessern und zu erleichtern, wurden zudem neue Töpfe und Schneideutensilien angeschafft. Abschließend wurde durch den Kauf von neuen Büchern und zahlreichen Mathe-Sets (Taschenrechner, Geodreiecke, Lineale, etc.) unmittelbar in die Bildung investiert.

Zudem konnten wir zahlreiche Direktpatenschaften herstellen wodurch die Kinder die Schulgebühren bezahlen und ihnen somit einen Schulbesuch ermöglichen konnten.


Fazit:

Da der tödliche Aberglaube bzgl. Albinos ein „kulturelles Problem“ von Tanzania darstellt, ist unsere Zielsetzung ebenfalls spezifisch: Schwerpunkt unserer Arbeit in Deutschland ist, da kein thematischer Bezug zu unserem Leben und Handeln besteht, das Fundraising:
Erlöse durch den Verkauf der T-Shirts und Spenden fließen auch jetzt noch an das Projekt in Tanzania. Sie ermöglichen den Ausbau der Infrastruktur vor Ort zum Schutz der Albinos und werden in Bildung investiert, um dem Aberglauben entgegenzuwirken und langfristig Toleranz zu fördern. Unser Beitrag ist somit Teil des ersten Schrittes hin zu einem Leben in Würde und Sicherheit für Albinokinder.



Und jetzt?